Last Updated : 2005-01-01 20:57:34

Definitely - New York influenced me a lot. Good and not so good memories are connected with this city. Minutes and hours of laughter, days of doubting and disbelieving. My life made a hard turn here and questioned the cornerstones of my life. But this is probably just very personal. But if not here where else? My impressions are, like for anyone else, very personal and deep. There is not this ONE feeling which would describe NY best, there is not this ONE sound and there is not this ONE smell - everything is different, everything is good, is bad, is dirty, is fancy, expensive and very cheap, but everything is special, is heavy... I dont really know for myself what this means - it just expresses my feelings best, whenever i think again of New York. I miss New York heaps but dont think that I would go back for living again. I think i just experienced, like everyone else would have, my own way. For all the people I met there, who helped me to get used to and over everything: I am very thankful that I met you and that you were part of this important time, every single one made it different - made it mine.

Now to the german part. In the beginning of 2001 I typed down my second impressions (the first were mid 2000) - I keep them here because its kinda interesting for me to read this from time to time and to get back to this moments. Furthermore did I write some kind of report during the time. The first in the middle of my year and the second by the end. So much for the theory. It was always somewhat later and by now the final one is still not finished and probobly never will. But - oh well!

On this page:
- some FirstImpressions (Feb.2001)
- the MidYearReport (Aug.2001)


My first impressions:

Da bin ich nun. Eigentlich weiss ich gar nicht mehr ob ich auch genau hier hin wollte. Ich glaube nicht. USA, Ja. Aber diese Stadt?

Im Sommer 2000 hat sie mir den Rest gegeben. 9 Wochen. Alles war neu und sehr interessant. Nichts war nicht käuflich, jeder hatte auch was zu verkaufen, kaum etwas war und ist sauber und kein Mensch der hier wirklich ein Leben zu führen scheint. Alles unwirklich. Kein Platz um Eindrücke zu verarbeiten. So schnell wollte ich hier nicht mehr hin. New York. Unglaublich wie unterschiedlich eine Stadt sein kann. Graue Haare sind selten zwischen all den jungen ernsten Gesichtern, die tief ihr Nikotin inhalieren, schweigend - vor sich Kaffee, Buch, Stift, Block. Nur paar verirrte Touristen plappern, philosophieren über ihre ersten Erfahrungen in der Subway, wundern sich über den heimeligen Schmuddel in den Shops und East-Village-Cafés, schwärmen von der Aussicht vom Empire State Building und den Touristen Towern.

Im Winter hat man ein anderes Gefühl. Die Stadt scheint aus echten Bewohner zu bestehen mit gelegentlichen Touristen, es gibt mehr Orte an denen man Zeit zum verweilen hat.

Man kann diese Stadt mögen und lieben. Die hecktischen Menschen, die unfreundlichen Verkäufer, die oberflächlichen Freundlichkeiten, sie gehören dazu wie die Pennys, die selbst die Penner achtlos auf den Boden werfen und ausser mir niemand aufzuheben scheint, wie die Pappbecher voll Milchkaffee mit der Aufschrift "We love to serve you", die Yellow Cabs, die Farbe in die grauen Straßen bringen, in denen es von allem zu viel gibt: zu viele Einkaufstüten, zu viele Schaufenster, Presslufthammer, Wasserdampf, Fotoapparate, Turnschuhe, Hotdog- und Erdnuss-Stände, zu viele Menschen, Begegnungen, Gedanken, Geschichten.

Wohnen ist Abenteuer. New York. Als der scheinbare Inbegriff der modernen, neuen Welt in der man die Temperatur der Zimmer allein dadurch regeln kann in dem man im Winter die Fenster öffnet (weil einfach keine Heizung regelbar ist) und im Sommer die Klimaanlage 24 Stunden laufen lässt, ohne sie vorher fachgerecht abgedichtet zu haben ist mehr Schein als sein.
Dunkle Löcher mit Blick auf eine schwarze 2 Meter entfernte Häuserwand hinter der die UBahn fährt, mit Gittern vor den Fenstern und mit 12 qm werden hier als Zimmer um die 1000 $ pro Monat vermietet um die man auch noch kämpfen muss sie zu bekommen.
Nichts aussergewöhnliches.
Aber es geht auch anders. Es gibt gute Orte. Man muss nur suchen. Einer davon ist sicherlich das "International House" in der Upper West Side. Kleine Zimmer und strenge Vermietungspolitik, aber auch eine unglaublich aktive Community mit vielen Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen, sauber und ein Ort an den man sich zurückziehen kann.
Es reicht nicht, zu lesen, zu hören, zu sehen. Wer New York verstehen will, muss die Stadt spüren, muss sich auf den Asphalt legen, sein Ohr fest auf den Boden pressen. Nur wer den Puls spürt, weiß, wie die Stadt tickt. Am lautesten schlägt der Puls nun mal wirklich in Manhattan, dem Mittelpunkt New Yorks, in dem sich alles nach oben streckt, weil im Norden, Westen, Süden und Osten kein Platz mehr ist.

Egal ob man zwei Tage hier ist, drei Wochen, fünf Monate, vier Jahre oder schon seit der Geburt. Durch andere Augen läßt sich New York immer wieder neu entdecken. Jede Perspektive ist ein wichtiger Wegweiser in dieser Stadt, die kein Ende kennt.
Es ist gut hier zu sein......